Zwanzig Jahre Jugendfeuerwehr in Gescher/ Tag der offenen Tür am 3. Juli
Gescher. Nachwuchssorgen waren es nicht, als vor genau zwanzig Jahren in Gescher die Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Vielmehr ging es der Feuerwehr darum, den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten. Spiel, Spaß, Sport, handwerkliches Geschick und wie kann es anders sein, Feuerwehrtechnische Grundbegriffe stehen alle 14 Tage samstags auf dem Dienstplan der rund 30 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Ziel aller Jugendlichen ist es später in die aktive Feuerwehr aufgenommen zu werden.
Nach wie vor ist der Run auf die Jugendfeuerwehr enorm. Bereits zur Gründung meldeten sich mehr Kids als überhaupt aufgenommen werden konnten, hatte man sich doch bereits damals auf eine Gruppenstärke von nicht mehr als 30 Mitgliedern geeinigt. Am 20. April 1991 war es soweit. Der damalige Stadtbrandmeister Bernhard Terwei konnte gemeinsam mit Kreisbrandmeister Gerhard Wüste und Stadtdirektor Dr. Schulz Gadow die Jugendfeuerwehr Gescher gründen. Erster Jugendfeuerwehrwart wurde Oberbrandmeister Friedrich Rüschoff, sein Stellvertreter wurde Martin Osterkamp. Bereits in den ersten Monaten des Bestehens führte Rüschoff „seine“ Jungen in den Feuerwehrdienst ein, so dass eine Gruppe am Kreispokalturnier in Bocholt teilnehmen konnte.
Hier landeten sie sofort den Überraschungscoup. Sie erreichten auf Anhieb den zweiten Platz, worauf die teilnehmenden Jungen noch heute stolz sind. Seitdem mischt die Jugendfeuerwehr Gescher alljährlich beim Kreispokalturnier, dem heutigen Jugendleistungsnachweis in den vordersten Rängen mit. Auch auf Landesebene fürchten Jungfeuerwehrmänner aus der Glockengießerstadt keine Konkurrenz. Siebzehn Monate nach der Gründung nahmen sie an der Prüfung zur Erlangung der Leistungsspange in Hünxe teil. 2003 wurde die Jugendfeuerwehr um die Gruppe Hochmoor erweitert.
Die Zusammenkünfte der Jungendfeuerwehr sind sehr vielseitig. Klar, dass eine Jugendfeuerwehr auch viel mit Feuerwehr zu tun hat, jedoch nur zu maximal 50 Prozent. Der Rest besteht aus jugendpflegerischen Maßnahmen. Die Jugendfeuerwehr versteht sich nicht nur als Nachwuchsschmiede der Feuerwehr sondern vielmehr auch als normale Jugendorganisation, in der der Spaß für die Kids nicht zu kurz kommen darf und freundschaftliche, soziale Kontakte geknüpft werden.
Mit einem „Tag der offen Tür“ am 3. Juli wird das Jubiläum gefeiert. Stadtjugendfeuerwehrwart Ralf Beuker hat hierzu gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr aber auch mit den Kameraden aus der aktiven Wehr ein anspruchsvolles Programm erarbeitet. Ein besonderes Erlebnis dürfte es sein, einen Blick über die Glockenstadt zu werfen. Hierzu steht der Teleskopmast zur Verfügung. Gegen ein kleines Entgelt ist dieser Blick möglich. „Der Erlös aus dieser Aktion wird einem wohltätigem Verein gespendet“, verspricht Beuker. Überhaupt ist dieser Tag mit Highlights nur so gespickt. Pünktlich geht es um 11 Uhr mit einer öffentlichen Übungsstunde des Spielmannszuges los. Einsatzübungen, angefangen von einer Löschübung bis hin zur Menschenrettung aus größeren Höhen sowie einem dargestelltem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen werden den Tag füllen. Zeitgleich werden 14 Mannschaften der Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreis Borken bei einem Menschenkicker-Turnier um „Ruhm und Ehre“ und natürlich dem ersten Preis einem Grillnachmittag kämpfen.